5 Tipps, wie Sie im Handumdrehen die Teamkommunikation verbessern

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Hand aufs Herz – wie gut ist die Teamkommunikation in Ihrer Arztpraxis wirklich? Die meiste Zeit und Energie wird für die Patienten aufgewendet, doch wie viel fliesst in die Teamabstimmung? Mit fünf einfachen, bewährten Tipps verbessern Sie Ihre Teamkommunikation nachhaltig, auch wenn es mal schwierige Situationen gibt.

Teamarbeit gelingt dann, wenn alle ein Wir-Gefühl verspüren und gemeinsam auf Ziele hinarbeiten. Die richtige Kommunikation ist eine Voraussetzung für ein wertvolles Miteinander. Doch gut kommunizierende Teams entstehen nicht von alleine, sondern brauchen „Pflege“. Die gute Nachricht ist: Mit ein paar Regeln kann jedes Team seine Kommunikation verbessern. Diese fünf einfachen Tipps führen Ihre Teamkommunikation auf den Erfolgspfad.

  1. Das A und O ist ein Teammeeting

    Probleme im Praxisalltag entstehen zum grössten Teil, wenn der Informations- und Kommunikationsfluss gestört sind. Regelmässig durchgeführte Teambesprechungen, in denen Praxisrelevantes und Zwischenmenschliches Platz haben, können dies verhindern. Zugleich schaffen Sitzungen mit strukturiertem, gleichem Ablauf Klarheit. „Was sind unsere gemeinsamen Ziele? Was läuft gerade rund bezüglich der Zielerreichung? Wo ziehen wir alle am gleichen Strick? Was funktioniert weniger gut in der Praxis? Was braucht es, damit wir uns verbessern können? Welche Aufgaben stehen an? Wer macht was bis wann? Wie kommunizieren wir miteinander?“ Teamsitzungen bilden ein Gefäss für den Austausch von Informationen und Befindlichkeiten oder Diskussionen, wo alle Teammitglieder zu Wort kommen sollten. Es bietet sich auch an, die Sitzungsleitung rollierend zu vergeben. Jeder führt und jeder protokolliert einmal. Das ermöglicht verschiedene und neue Perspektiven in jeder Hinsicht für das Team. Ob die Sitzung jeden Morgen, sozusagen als Guten-Morgen-Ritual oder nur einmal pro Woche stattfindet, hängt je nach Bedarf vom Praxisteam ab.

  2. Feedback-Kultur mit Respekt und Wertschätzung

    Eine Feedback-Kultur wird vom gemeinsamen Verständnis geprägt, dass Feedback geben und annehmen zum Praxisalltag gehören. Eine gute, konstruktive Feedback-Kultur, die der Sache dient, gibt allen Beteiligten die Möglichkeit und das Vertrauen, auch Kritisches anzusprechen und trotzdem gut zusammenzuarbeiten. Insofern wirkt sie präventiv der Entstehung von Konflikten entgegen, weil die Schwelle, bei Spannungen das klärende Gespräch zu suchen, niedriger ist.So wie konstruktive Kritik geübt sein will, sollten auch Lob und Wertschätzung in der Teamkommunikation bewusst etabliert werden. Diese Kultur der Anerkennung muss vor allem auf der individuellen Ebene gepflegt werden. Apropos, wann haben Sie letztmals ein nettes, wertschätzendes Kompliment verteilt.

  3. Keine Angst vor Konflikten

    Wo Menschen zusammenarbeiten, kommt es zu Missverständnissen, Reibereien und Konflikten. Das ist ganz normal. Doch ob Konflikte das Arbeitsklima vergiften oder ob sie als Chance betrachtet werden, hängt davon ab, wie alle Beteiligten miteinander umgehen. Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem Team eine lösungsorientierte Kommunikationskultur, die Konflikte zu dem macht, was sie sein sollten: eine wertvolle Chance, mehrere Blickrichtungen in die Suche nach dem bestmöglichen Weg einzubeziehen.

  4. Einführung eines Stimmungsbarometers

    Das Stimmungsbarometer misst regelrecht den Puls des Teams und bringt Atmosphärisches „auf den Punkt“. Und so funktioniert es für eine Verbesserung der Kommunikation:Bieten Sie Ihrem Team eine Skala von 1 bis 10 zur Bewertung der Teamabstimmung an. 1 stellt den schlechtesten und 10 den besten Zustand dar. Alle Teammitglieder setzen auf der Skala einen Punkt. Dann eröffnen Sie eine allgemeine, zeitlich begrenzte Teamdiskussion zur Frage: Wo machen wir weiter und wo können andere Lösungswege zu einer Verbesserung führen? Gegebenenfalls gestalten Sie so die Agendapunkte der nächsten Teamsitzung. Das Stimmungsbarometer ist ein effektives Tool, um die Stimmung in puncto Abstimmung und Kommunikation in Ihrer Praxis zu messen, die Entwicklung im Laufe der Zeit zu beobachten und schrittweise zu verbessern. Und auf welcher Zahl befinden Sie sich bezüglich Teamkommunikation?

  5. Erfolge gemeinsam feiern

    Feiern Sie im Team gemeinsam Ihre Erfolge. Positive Erlebnisse, die im gemeinsamen Erfahrungsschatz eines Teams abgespeichert sind, geben auch dann Motivation, wenn Ihr Team einmal Durststrecken durchleben muss. Rituale und Events können dabei unterstützend sein und stärken zugleich den Teamspirit und das Wir-Gefühl auf der emotionalen Ebene.

Ein positiver Nebeneffekt einer funktionierenden Kommunikation im Team ist, dass sich der Stress am Arbeitsplatz senkt und sich viele Prozesse bedeutend effizienter gestalten, was viel Zeit spart. Wie sieht die Teamkommunikation in Ihrem Team aus? Welche der 5 Regeln werden Sie in Ihren Praxisalltag integrieren?

Natürlich braucht eine Teamentwicklung Zeit und gelingt nicht immer ganz von alleine. Deshalb kann eine Begleitung durch einen Kommunikationsexperten oder Coach sinnvoll sein. Für ein Vorgespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Sandra Limacher, Kommunikationsexpertin und Coach für Arztpraxen
Mehr Infos zum Praxiscoaching finden Sie hier!

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